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  Bergfex und seine Touren
  Spering
 
"Tour am 19.10.2008

Spering 1605m, Schillereck 1748m, Hochsengs 1838m.
Sensengebirge

Die Daten:

Gegangene Höhenmeter im Aufstieg: 2014m
Gehzeit mit allen Pausen: 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
Reine Gehzeit: Aufstieg und Abstieg: 7,0 Stunden.
Pausen: 2 Stunden (incl. Fotosessions)
                 
Gesamte Streckenlänge: 25,4 km (Hin und Retour)

Ankunft in St. Pankraz (Beim Speringbauer) um ca. 07.45 Uhr.
Abmarsch um 08.00 Uhr, frostig ist`s, kalt, nebelig
und der Tag will auch noch nicht hereinbrechen.
Vorbei am Gehöft des Speringbauer`s,
zweigt der Weg zum Spering nach rechts in den Wald ab.
Überall Reif und man hört mich durch das Knacken beim gehen von weitem...Egal, der Weg bietet relativ wenig Aussicht,
da er meistens im Wald verläuft.
Manchmal kann ich einen Blick auf den kleinen Priel erhaschen.
Der Sturm hat auch hier gewütet und reihenweise Bäume umgepflügt!
Ein Lob an die ÖBF - hier wurde Top Arbeit geleistet!
Alles super ausgeschnitten - Respekt und DANKE Männer!
Die Aussicht wird schlagartig besser als ich mich auf ca.1500m dem Sattel nähere.
Oben am Sattel befindet sich eine Sendestation,
die auch eine Notunterkunft mit Schlafgelegenheit bietet.Ordentlich ist es hier in dieser Notunterkunft, sauber - sogar mit Heizung und Licht..alle Achtung!
Ich raste hier nicht, sondern setze meinen Weg sofort Richtung Spering weiter.
Normalerweise muss man der Forststraße folgen in der nach ca. 100m Höhenverlust der Weg zum Spering
nach rechts - markiert und beschildert weggeht.
Um diesen Höhenverlust zu vermeiden benutze ich einen alten, unmarkierten Jagdsteig um die Felsen herum.
Mit viel Rätselraten gelingt es mir schließlich und ich treffe ohne nennenswerten Höhenverlust auf den regulären,
markierten Weg.
Hier an der Nordseite ist der Boden noch gefroren was den Aufstieg nicht unbedingt leichter macht.
Wo er nicht gefroren ist, hat sich eine rutschige Lehmschicht gebildet,
die mich - nach ein paar Ausrutschern - veranlasst in der Wiese ohne Weg aufzusteigen.
Schließlich gelange ich auf den Gipfelgrat von dem ich das Kreuz in der Weite erkennen kann.
Jetzt, da der Grat durch die Sonne abgetrocknet ist, gehts los - Sturm zum Gipfel.
Leider ists am Gipfel sehr kalt und windig bzw. auch die Sicht sehr diesig, aber egal.
Mir gefällt’s trotzdem!
Der kalte Wind veranlasst mich, da es oben keinen geschützten Platz gibt,sofort abzusteigen und zur Sendestation zurückzumarschieren (Ausgangspunkt).
Diesmal folge ich dem regulären Weg über die Forststraße - mit Höhenverlust.
Bei der Sendestation angekommen, erwartet mich strahlender Herbsthimmel und die wohlige Wärme der Sonne.
Hier mache ich meine erste Pause und lasse mir die Jause schmecken.
Eigentlich hätte ich heute nur den Speringgipfel geplant,
aber ich kann das Gipfelkreuz des Schillerecks schon in der Ferne erkennen.
Schließlich reift in mir der Plan bis zum Uwe-Anderle-Biwak zu gehen und dann auf einem unmarkierten Jagdsteig abzusteigen.
Frisch gestärkt von der langen Pause marschiere ich zum Schillereck.
Nach 45min kann ich unter dem Gipfelkreuz des Schillerecks erneut eine kleine Pause genießen.
Der Blick in die Ferne - zum Hochsengs - enttäuscht mich ein wenig.
Er ist ziemlich fern und ich muss nochmal viele Höhenmeter herschenken.
Jaja die Gegensteigungen sind der Feind der Motivation.
Los gehts mit Volldampf,runter teilweise im Laufschritt -
der Gegenanstieg bremst mich eh`von selber.
Nach ca. 1 Stunde stehe ich schließlich am Gipfel.
Da mir durch das Laufen ein bisschen mein linkes Knie schmerzt,
mache ich auch hier eine kurze Rast.
Ich muss außerdem hier feststellen das mein Getränkevorrat zu Neige geht - gar nicht gut...
Das heißt einteilen und sparen. - Leider.
Der Weiterweg zum Biwak, verlangt Trittsicherheit - er wurde teilweise mit Seilen entschärft.
Ist aber nicht wirklich ein Problem.
Nach einer halben Stunde stehe ich vor dem Biwak und bin erstaunt,
wie sauber und gepflegt es ist - Respekt!
Das Biwak bietet Platz für 8 Personen, bezahlen entweder gleich in der Kassa - oder mit Erlagschein (zum Mitnehmen).
Im Rahmen einer kompletten Überschreitung des Sensengebirge nächsten Jahres reift der Plan in mir, hier zu Nächtigen.
Wir werden sehen...
Der Weiterweg vom Biwak aus erfolgt Weglos nach Kogleralm (Hinweistafel).
Dieser Jagdsteig ist sehr schön ausgetreten und Steinmänner helfen zusätzlich.
Der Rückweg hat es in sich, der Jagdsteig mündet in eine Forststraße ein und ich gehe sehr lange in die falsche Richtung -
aber wenigstens bergab.
Schließlich schwenkt die Forststraße nach Westen in "meine" Richtung.
Ich weiß nicht wie lange der Rückmarsch über die Forststraße ist,
aber ich denke mal so um die 10km.
Meine Fußsohlen brennen und mein Knie meldet sich auch wieder -
vom Durst (kein Wasser mehr) ganz zu schweigen.
Keine Quelle, kein Bach - nichts....grrr.
Aber was einen nicht umbringt macht einen nur härter -
(Spruch von meinem Vater) ist wahr.
Der Schmerz und der Durst begleiten mich für den Rest (ca.7km noch).
Aber siehe da eine Stunde vor Ende entdecke ich einen kleinen Bach an dem ich mein Camelbag auffülle und sofort meinen Durst lösche.
So gestärkt fallen mir die restlichen KM leichter und ich gelange bei einbrechender Dämmerung zum Auto zurück.

Ein schöner Tag den ich nicht missen will neigt sich dem Ende.

  Am Beginn geht es diese Forststraße entlang

 
  Die Abzweigung zum "Spering"

 
  Toller Ausblick auf den "Kleinen Priel"

 
  Die Forststraße wird mehrmals gekreuzt.

 
   Die zerstörte Jagdhütte "Lackerboden" (1200m)

 
   Die Sendestation am Sattel (1476m)

 
   Hinter diesem Felsen ist der Spering !

 
   Mit vollem Zoom schaut er sogar Nah aus...

 
   Jetzt ist der Spering (1605m) wirklich Nahe!

 
   Der Spitz ganz hinten links ist das Schillereck !

 
   Auf dem Weg vom Spering zurück zur Sendestation.

 
   Tolles Notbiwak bei der Station!

 
   Rückblick beim Marsch zum Schillereck .

 
   Tiefblick nach St. Pankratz.

 
   Das Schillereck (1748m).

 
   Rückblick zum Spering und zur Sendestation.

 
   Weiterweg zum Hochsengs (Spitz in der Mitte).

 
   Schöner Weg durch die Latschen...

 
   Blick vom Hochsengs (1838m) zum Hohen Nock.

 
   Tiefblick zum "Uwe Anderle Biwak" am Sattel.

 
   Steiler Abstieg vom Hochsengs zum Biwak !

 
   Das Biwak (1583m).

 
   Tolles Innenleben des Biwak`s.

 
   Rückblick beim Abstieg zum Hochsengs...

 
   Der unmarkierte Jagdsteig zur "Kogleralm" .

 
   Über Forststraßen gehts retour.

 
   Mein Auto in Sicht - der Kreis ist geschlossen.


 
  Wanderkarte

 
  GPS - Track Karte


 
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