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  Bergfex und seine Touren
  Zum Nachdenken
 
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Tagebuch eines Ungeborenen Kindes

 

3.Oktober
Heute begann mein Leben.Meine Eltern wissen es noch nichtaber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein mit blondem Haar und blauen Augen.Alle meine Anlagen sind schon fertig,auch dass ich eine schwäche für Blumen haben werde.

 

19.Oktober
Manche sagen, ich bin noch keine richtige Person, sonder nur meine Mutter existierte.Aber ich bin eine richtige Person,genau so wie eine kleine Brotkrume eben Brot ist. Meine Mutter existier,Ich auch!

 

23.Oktober
Jetzt öffnet sich schon mein Mund;Denke nur,in ungefähr einem Jahr werde ich lachen und später sprechen.Ich weiss was mein erstes Wort sein wird: Mama!

 

25.Oktober
Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen.Von jetzt an,wird es für den rest meines Lebens schlagen,ohne jemals innezuhalten,etwa um auszuruhen.Und nach vielen Jahren wird es einmal ermüden. Es wird stillstehen und dann werde ich sterben.

 

2.November
Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an. Aber es wird noch lange dauern, bis ich mich auf diesen kleinen Beinen stellen und in die Arme meiner Mutter laufen kann und bis ich mit diesen Armen Blumen pflücken  und meinen Vater umarmen kann.

 

12.November
An meinen Händen bildet sich winzige Finger. Wie klein sie sind!Ich werde damit meiner Mutter übers Haare streichen können.

 

20.November
Erst heute hat der Artzt meiner Mutter gesagt,dass ich hier unter ihrem Herz lebe. Oh wie glücklich Sie doch sein muss!Bist du glücklich Mama?

 

25.November
Mama und Papa denken sich jetzt warscheinlich einen Namen für mich aus. Aber sie wissen doch gar nicht,dass ich ein kleines Mädchen bin. Ich möchte gern Susi heissen. Ach,bin ich schon gross geworden!

 

10.Dezember
Mein Haar fängt an zu wachsen.Es ist weich und glänzt so schön. Was für Haar die Mama wohl hat!

 

13.Dezember
Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt, werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst du aus Mama?

 

24.Dezember
Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzen hört? Manche Kinder kommen etwas kränklich zur Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmässig:bum bum,bum bum. Mama du wirst eine gesunde Tochter haben!

 

28.Dezember
Heute hat mich meine Mutter umgebracht

Engel


Es war einmal ein Kind, das bereit war geboren zu werden.

Das Kind fragte Gott:

Sie sagen mir, dass Du mich morgen auf die Erde schicken wirst, aber wie soll ich dort leben, wo ich doch so klein und hilflos bin ?

Gott antwortete:

Von all den vielen Engeln suche ich einen für Dich aus. Dein Engel wird auf Dich warten und auf Dich aufpassen.

Das Kind erkundigte sich weiter:

Aber sag, hier im Himmel brauche ich nichts zu tun, außer singen und lachen, um fröhlich zu sein.

Gott sagte:

ein Engel wird für Dich singen und auch für Dich lachen, jeden Tag. Und Du wirst die Liebe Deines Engels fühlen und sehr glücklich sein.

Wieder fragte das Kind:

Und wie werde ich in der Lage sein die Leute zu verstehen wenn sie zu mir sprechen und ich die Sprache nicht kenne?

Gott sagte:

ein Engel wird Dir die schönsten und süßesten Worte sagen, die Du jemals hören wirst, und mit viel Ruhe und Geduld wird Dein Engel Dich lehren zu sprechen.

Das Kind fragte:
Und was werde ich tun, wenn ich mit Dir reden möchte?

Gott sagte:

ein Engel wird Deine Hände aneinanderlegen und Dich lehren zu beten.Ich habe gehört, dass es auf der Erde böse Menschen gibt.

Wer wird mich beschützen?

Gott sagte:

ein Engel wird Dich verteidigen, auch wenn er dabei sein Leben riskiert.

Das Kind sprach:
Aber ich werde immer traurig sein, weil ich Dich niemals wiedersehe.

Gott sagte:

ein Engel wird mit Dir über mich sprechen und Dir den Weg zeigen, auf dem Du immer wieder zu mir zurückkommen kannst. Dadurch werde ich immer in Deiner Nähe sein.

In diesem Moment herrschte viel Frieden im Himmel, aber man konnte schon Stimmen von der Erde hören

und das Kind fragte schnell:

Gott, bevor ich Dich jetzt verlasse, bitte sage mir den Namen meines Engels.

Ihr Name ist nicht wichtig. Du wirst Sie einfach *Mama* nennen.


Warum Mami?

Alkohol am Steuer: Tod einer Unschuldigen

 

TOD EINER UNSCHULDIGEN

Ich ging zu einer Party, Mami,
und dachte an Deine Worte.

Du hattest mich gebeten,
nicht zu trinken,
und so trank ich keinen Alkohol.

Ich fühlte mich ganz stolz, Mami,
genauso, wie Du es vorhergesagt hattest.

Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami,
auch wenn die anderen sich mokierten.

Ich weiß, dass es richtig war, Mami,
und dass Du immer recht hast.

Die Party geht langsam zu Ende, Mami,
und alle fahren weg.

Als ich in mein Auto stieg, Mami,
wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde:
aufgrund Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein.

Ich fuhr langsam an, Mami,
und bog in die Strasse ein.
Aber der andere Fahrer sah mich nicht,
und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami,
hörte ich den Polizisten sagen,
der andere sei betrunken.
Und nun bin ich diejenige,
die dafür büßen muss.

Ich liege hier im Sterben, Mami,
ach bitte, komm' doch schnell.
Wie konnte mir das passieren?
Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.

Ringsherum ist alles voll Blut, Mami,
das meiste ist von mir.
Ich höre den Arzt sagen, Mami,
dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.

Ich wollte Dir nur sagen, Mami,
ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken.

Es waren die anderen, Mami,
die haben einfach nicht nachgedacht.

Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami.
Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.

Warum trinken die Menschen, Mami?
Es kann das ganze Leben ruinieren.

Ich habe jetzt starke Schmerzen,
wie Messerstiche so scharf.

Der Mann, der mich angefahren hat, Mami,
läuft herum und ich liege hier im Sterben.
Er guckt nur dumm.

Sag' meinem Bruder,
dass er nicht weinen soll, Mami.
Und Papi soll tapfer sein.

Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami,
schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.

Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami,
nicht trinken und dann fahren.

Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami,
würde ich noch leben.

Mein Atem wird kürzer, Mami,
ich habe große Angst.

Bitte, weine nicht um mich, Mami.
Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.

Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami,
bevor ich von hier fortgehe:
Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken,
warum bin ich diejenige, die sterben muss?

 

Das schönste Herz

Es war einmal ein junger Mann, der stellte sich auf den Marktplatz und erklärte, dass er das schönste Herz im Ort habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt.

Es gab keinen Fleck oder Fehler an ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, er hatte wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der Junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.

Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: " Nun, dein Herz ist nicht annähernd so schön, wie meines."

Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranzte Ecken, genauer gesagt.....an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten.

Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?

Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: " Du musst scherzen " sagte er, " dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinanader aus Narben und Tränen."

"Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige rauhe Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten."

" Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens wieder gegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde...... und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist? "

Der junge Mann stand still und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem Alten mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es ausgefranzte Ränder hatte. Der Junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg. Seite an Seite.

Narben auf dem Körper bedeuten, dass man gelebt hat........

Nerben auf der Seele bedeuten, dass man geliebt hat............

(Autor unbekannt)


Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

von Inge Wuthe

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen.

Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege sass, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war.

"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als wuerde sie eine alte Bekannte grüßen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.

"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet."

"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weisst doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"

"Ich... bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

"Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weisst du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."

Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreissen. Und spüren das Reissen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.

Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber - wer bist eigentlich du?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.

"Ich bin die Hoffnung!"


Lebensweisheit

Es war einmal ein Ehepaar, das einen 12jährigen Sohn und einen Esel hatte.
Sie beschlossen zu verreisen, zu arbeiten und die Welt kennenzulernen. Zusammen mit ihrem Esel zogen sie los.

Im ersten Dorf hörten sie, wie die Leute redeten: "Seht Euch den Bengel an, wie schlecht er erzogen ist... er sitzt auf dem Esel und seine armen Eltern müssen laufen." Also sagte die Frau zu ihrem Mann: "Wir werden nicht zulassen, daß die Leute schlecht über unseren Sohn reden." Der Mann holte den Jungen vom Esel und setzte sich selbst darauf.

Im zweiten Dorf hörten sie die Leute folgendes sagen: "Seht Euch diesen unverschämten Mann an... er läßt Frau und Kind laufen, während er sich vom Esel tragen läßt." Also ließen sie die Mutter auf das Lastentier steigen und Vater und Sohn führten den Esel.

Im dritten Dorf hörten sie die Leute sagen: "Armer Mann! Obwohl er den ganzen Tag hart gearbeitet hat, läßt er seine Frau auf dem Esel reiten. Und das arme Kind hat mit so einer Rabenmutter sicher auch nichts zu lachen!" Also setzten sie ihre Reise zu dritt auf dem Lastentier fort.

Im nächsten Dorf hörten sie die Leute sagen: "das sind ja Bestien im Vergleich zu dem Tier, auf dem sie reiten. Sie werden dem armen Esel den Rücken brechen!" Also beschlossen sie, alle drei neben dem Esel herzugehen.

Im nächsten Dorf trauten sie ihren Ohren nicht, als sie die Leute sagen hörten: "Schaut euch die drei Idioten mal an. Sie laufen, obwohl sie einen Esel haben, der sie tragen könnte!"

Fazit: die anderen werden dich immer kritisieren und über dich lästern und es ist nicht einfach, jemanden zu treffen, der dich so akzeptiert wie du bist. Deshalb: leb so, wie du es für richtig hältst und geh, wohin dein Herz dich führt...


Mein bester Freund ...

Mein bester Freund öffnete die Kommodenschublade seiner Ehefrau
und holte ein in Seidenpapier verpacktes Päckchen heraus.
Es ist nicht irgendein Päckchen, sondern ein Päckchen mit Unterwäsche darin.

Er warf das Papier weg und betrachtete die Seide und die Spitze.
"Dies kaufte ich, als wir zum ersten Mal in New York waren.

Das ist jetzt 8 oder 9 Jahre her. Sie trug es nie.
Sie wollte es für eine besondere Gelegenheit aufbewahren.
Und jetzt, glaube ich, ist der richtige Moment gekommen!

Er näherte sich dem Bett und legte die Unterwäsche zu den anderen
Sachen, die von dem Bestattungsinstitut mitgenommen wurden.

Seine Frau war gestorben.

Als er sich zu mir umdrehte, sagte er: "Bewahre nichts für einen
besonderen Anlass auf! Jeder Tag den du lebst, ist ein besonderer Anlass.“

Ich denke immer noch an diese Worte.
Sie haben mein Leben verändert

Heute lese ich viel mehr als früher und putze weniger.
Ich setze mich auf meine Terrasse und genieße die Landschaft,
ohne auf das Unkraut im Garten zu achten.
Ich verbringe mehr Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden
und weniger Zeit bei der Arbeit.

Ich habe begriffen, dass das Leben eine Sammlung
von Erfahrungen ist, die es zu schätzen gilt.

Von jetzt an bewahre ich nichts mehr auf.
Ich benutze täglich meine Kristallgläser.
Wenn mir danach ist, trage ich meine neue Jacke,
um in den Supermarkt zu gehen.
Auch meine Lieblingsdüfte trage ich dann auf,
wenn ich Lust darauf habe, anstatt sie für Festtage aufzuheben.

Sätze, wie z B. "Eines Tages ..." oder "An einem dieser Tage"
sind dabei, aus meinem Vokabular verbannt zu werden.

Wenn es sich lohnt, will ich die Dinge hier und jetzt sehen, hören und machen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was die Frau meines Freundes
gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, dass sie morgen nicht mehr sein wird
(ein Morgen, das wir oft zu leicht nehmen).

Ich glaube, dass sie noch ihre Familie und engen Freunde angerufen hätte.
Vielleicht hätte sie auch ein paar alte Freunde angerufen, um
sich zu versöhnen oder sich für alte Streitigkeiten zu entschuldigen.

Der Gedanke, dass sie vielleicht noch chinesisch essen gegangen wäre
(ihre Lieblingsküche), gefällt mir sehr.

Es sind diese kleinen unerledigten Dinge,
die mich sehr stören würden, wenn ich wüsste,
dass meine Tage gezählt sind.

Genervt wäre ich auch, gewisse Freunde nicht mehr gesehen zu haben,
mit denen ich mich "an einem dieser Tage" in Verbindung hätte setzen sollen.

Genervt, nicht die Briefe geschrieben zu haben,
die ich "an einem dieser Tage" schreiben wollte.

Genervt, meinem Nächsten nicht oft genug gesagt zu haben,
wie sehr ich sie liebe.

Jetzt verpasse, verschiebe und bewahre ich nichts mehr,
was uns Freude und Lächeln in unser Leben bringen könnte.

Ich sage mir, dass jeder Tag etwas besonderes ist, jeder Tag,
jede Stunde sowie jede Minute ist etwas besonderes.


Wenn ich wüsste

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich Dich einschlafen sehe, würde ich Dich besser zudecken und zu
Gott beten, er möge Deine Seele schützen.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich Dich zur Türe rausgehen sehe,
würde ich Dich umarmen und küssen
und Dich für einen weiteren Kuss zurückrufen.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist, dass ich Deine Stimme höre,
ich würde jede Geste und jedes Wort auf Video aufzeichnen damit ich sie Tag
für Tag wiedersehen könnte.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich einen Moment innehalten kann,
um zu sagen "Ich liebe Dich"
anstatt davon auszugehen, dass Du weisst,
dass ich Dich liebe.

Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
dass ich da sein kann, um den Tag mit Dir zu teilen,
weil ich sicher bin, dass es noch manchen Tag geben wird.
so dass ich diesen einen verstreichen lassen kann.

Es gibt sicherlich immer ein "morgen"
um ein "Versehen/Irrtum" zu begehen.
Und wir erhalten immer eine 2. Chance
um einfach alles in Ordnung zu bringen.

Es wird immer einen anderen Tag geben,
um zu sagen "ich liebe Dich".
und es gibt sicher eine weitere Chance,
um zu sagen: "Kann ich etwas für Dich tun?"
Aber nur für den Fall, dass ich falsch liegen sollte
und es bleibt nur der heutige Tag
möchte ich Dir sagen, wie sehr ich Dich liebe
und ich hoffe, dass wir nie vergessen.

Das "Morgen" ist niemandem versprochen,
weder jung noch alt
und heute könnte die letzte Chance sein
die Du hast, um Deine Lieben fest zu halten.

Also, wenn Du auf Morgen wartest
Wieso tust Du's nicht heute?
Falls das "Morgen" niemals kommt
wirst Du bestimmt bereuen,
dass Du Dir keine Zeit genommen hast,
für ein Lächeln, eine Umarmung oder einen Kuss
und Du zu beschäftigt warst, um jemanden etwas zuzugestehen,
was sich im Nachhinein als sein letzter Wunsch herausstellt.

Halte Deine Lieben heute ganz fest
und flüstere ihnen ins Ohr
sag' ihnen, wie sehr Du sie liebst.
und dass Du Sie immer lieben wirst.

Nimm Dir die Zeit zu sagen "Es tut mir leid"
"Bitte verzeih' mir", "Danke", oder "Ist in Ordnung"
und wenn es kein "Morgen" gibt.
musst Du den heutigen Tag nicht bereuen.

(Autor unbekannt)

Kleine Geschichte für liebe Menschen!

Zwei reisende Engel machten halt,
um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen.


Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln,
im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.
Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.


Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten,
sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es.
Als der jüngere Engel fragte, "Warum",

antwortete der ältere Engel:

"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."


In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen,
aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau.

Nachdem dem wenigen Essen gingen die Engel in ihrem Bett schlafen,
wo sie gut schliefen.


Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm,
fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen.
Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war,
lag tot auf dem Feld.


Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel,
wie er das habe geschehen lassen können?
"Der erste Mann hatte alles,

trotzdem hattest du ihm geholfen," meinte er anklagend.

"Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben."


"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen",
sagte der ältere Engel.


"Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten,

bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte.
Weil der Eigentümer so von Gier besessen war
und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte,
versiegelte ich die Wand, so dass er es nicht finden konnte.


Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen,
kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen.
Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.


Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Manchmal ist das genau das, was passiert,
wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten.
Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen,
dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist.


Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist...


Die Welt und DU

Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohner reduzieren würden, aber auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden wäre dieses Dorf so zusammengestellt:
57 Asiaten
21 Europäer
14 Amerikaner (nord u. süd)
8 Afrikaner
52 wären Frauen
48 wären Männer
70 Nicht-weiße
30 weiße
70 nicht Christen
30 Christen
89 heterosexuelle
11 homosexuelle
6 Personen würden 59% des gesamten Weltreichtums besitzen und alle 6 Personen kämen aus den USA.
80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse
70 wären Analphabeten
50 wären unterernährt
1 würde sterben
2 würden geboren
1 hätte einen PC
1 (nur einer) hätte einen akademischen Abschluss

Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet, wird jedem klar, dass das Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit, Verständnis, Akzeptanz und Bildung notwendig ist. Denkt auch darüber nach.

Falls Du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist Du glücklicher als 1 Million Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden.

Falls Du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten, oder Hunger gespürt hast, dann bist Du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

Falls Du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass Dir gedroht wird, dass man Dich verhaftet oder Dich umbringt, bist Du glücklicher als 3 Milliarden Menschen der Welt.

Falls sich in Deinem Kühlschrank Essen befindet, Du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum hinlegen, bist Du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.

Falls Du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst Du zu 8% der wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.

Falls Du diese Nachricht liest, bist Du doppelt gesegnet worden, denn
1. Jemand hat an Dich gedacht und
2. Du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen die nicht lesen können.

Und... Du hast einen PC!

Einer hat irgendwann mal gesagt:
Arbeitet, als würdet ihr kein Geld brauchen,
Liebt, als hätte euch noch nie jemand verletzt,
Tanzt, als würde keiner hinschauen,
Singt, als würde keiner zuhören,
Lebt, als wäre das Paradies auf der Erde.

Schickt diese Mail an alle, die Du Freunde nennst.

Wenn Du sie nicht weiter schickst, wird nichts passieren, wenn Du sie weiter schickst wirst Du von jemandem ein Lächeln erwerben.
Eigentlich geht es uns doch sehr gut...!!

Quelle: Aufruf zur Internationalen Woche der Freundschaft

 

 

 

 Woche der Freundschaft 

Es ist die Geschichte von zwei Freunden, die in der Wüste wanderte Irgendwann haben Sie gestritten und einer hat dem anderen eine Ohrfeige gegeben. Dies tat dem anderen weh, er sagte jedoch nichts. Er schrieb nur in den Sand: 'Heute hat mir mein bester Freund eine Ohrfeige gegeben'. Sie liefen weiter bis zu einer Oase, wo Sie badeten. Der jenige , der die Ohrfeige bekommen hatte, wäre ertrunken, wenn sein Freund ihn nicht gerettet hätte. Als er sich erholt hatte, schrieb er auf einen Stein: 'Heute hat mir mein bester Freund das Leben gerettet'. Der jenige , der die Ohrfeige gegeben und das Leben seines Freundes gerettet hatte, fragte ihn: 'Als ich Dich verletzt habe, hast Du in den Sandgeschrieben und jetzt hast Du auf den Stein geschrieben. Warum?'Sein Freund antwortete: 'Wenn jemand uns verletzt, müssen wir in den Sandschreiben, wo die Winde der Vergebung es tilgen können. Jedoch wenn jemand etwas Gutes für uns tut, müssen wir es in den Stein einprägen damit kein Wind es radieren kann'. Lerne Deine Verletzungen in den Sand zu schreiben und Deine Befriedigungen in den Stein zu prägen! Diese Woche ist die Woche der Freundschaft. Schicke diese Gedanken an die Personen, die Du nie mehr vergessen wirst. Wenn Du diese Gedanken nicht weiterleitest, heisst das,dass du in Eile bist und dass Du Deine Freunde vergessen hast. Nimm Dir Zeit zum Leben und Deine Freunde zu schätzen.


 

Bei der nächsten Heimfahrt bitte an diese Geschichte denken:


Werner schaute noch mal auf den Tacho, bevor er langsamer wurde. 78
km/h innerhalb einer Ortschaft. Das dritte mal, daß er in diesem Jahr
erwischt wurde...

Der Polizist der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto und kam
mit einem Notizblock auf Werner zu.

Christian? Die Uniform irritierte zunächst, aber es war Christian aus der
Kirche!

Werner sank tiefer in seinen Sitz.

Das war schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle
erwischte einen Typen aus seiner eigenen Kirche.

'Hallo Christian. Komisch dass wir uns so wieder sehen!'

'Hallo Werner.' Kein Lächeln.

'Ich sehe, du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen,
um meine Frau und Kinder zu sehen.'

'Ja so ist das.' Christian der Polizist, schien unsicher zu sein.

'Ich bin in den letzten Tagen erst sehr spät aus dem Büro gekommen,
und war im Gedanken schon beim morgigen Familienausflug. Mit wie viel
hast du mich erwischt?'

'Siebzig.'

'Ach Christian, warte einen Moment. Ich habe sofort auf den
Tachogeschaut, als ich dich sah! Ich schätze das waren 65 km/h !'

Werner konnte mit jedem Strafzettel besser lügen...

Genervt starrte er auf das Armaturenbrett.

Christian war fleißig am schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte
er nicht Führerschein und Papiere sehen?

Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis
Werner sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde.
Ungeduldig sagte er: 'Es liegt doch ganz in deinem ermessen. Sicher
habe ich eine Verkehrsregel gebrochen, aber man kann doch auch mal ein
Auge zudrücken, oder?'

Christian schrieb weiter, riss dann den Zettel ab und gab ihn Werner.

'Danke.' Werner konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimmehalten.

Ohne ein Wort zu verlieren, ging Christian wieder zu seinem
Streifenwagen zurück.

Werner wartete und schaute ihm im Spiegel nach. Dann faltete er den
Zettel auf. Was würde ihm dieser Spaß kosten?

He, war das ein Witz? Es war kein Strafzettel!

Doch dann las Werner:
'Lieber Werner, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie fünf
Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der
Typ ist zu schnell gefahren. Ein Strafzettel, eine Gebühr und drei
Monate Knast, dann war der Mann wieder frei. Frei um seine beiden
Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen.

Ich hatte nur eine, und ich werde warten müssen, bis ich sie im Himmel
wieder in den Arm nehmen kann. Tausendmal habe ich versucht diesem
Mann zu vergeben. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muß immer
wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte
vorsichtig, Werner.

Mein Sohn ist alles was ich noch habe.

Gruß, Christian.'

Werner drehte sich um und sah Christian wegfahren. Er fuhr die Straße
wieder hinunter. Werner sah ihm nach bis er nicht mehr zu sehen war.

Erst einige Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um
Verzeihung, und zu Hause angekommen, nahm er seine überraschte Frau
und Benny ganz fest in die Arme.

Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Dies ist eine
sehr
wichtige Nachricht, bitte gib sie weiter an deine Freunde.

Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiss nie,
Autos kann man wieder kaufen. Menschenleben aber...




Empfehlungen des Dalai Lama für das Leben
im neuen Jahrtausend:

1. Beachte, dass große Liebe und großer Erfolg
immer mit großem Risiko verbunden sind.

2. Wenn du verlierst, verliere nie die Lektion.

3. Habe stets Respekt
..Respekt vor dir selbst,
..Respekt vor anderen,
..und übernimmVerantwortung
für deine Taten.


4.Bedenke: Nicht zu bekommen, was man will,
ist manchmal ein großerGlücksfall.

5. Lernedie Regeln,
damit du sie richtig brechen kannst.

6. Lasse niemals einen kleinen Disput
eine große Freundschaft zerstören.

7. Wenn du feststellst, dass du einen Fehler
gemacht hast,ergreife sofort Maßnahmen,
um ihn wieder gut zu machen.

8. Verbringe jeden Tag einige Zeit allein.

9. Öffne der Veränderung deine Arme, aber
verliere dabei deine Wertenicht aus den Augen

10. Bedenke, dass Schweigen
manchmal die beste Antwort ist.

11.Lebe ein gutes, ehrbares Leben.
Wenn du älter bist und zurückdenkst,
wirst du es noch einmal genießen können.

12. Eine liebevolle Atmosphäre in deinem Heimist das Fundament für dein Leben.

13. In Auseinandersetzungen mit deinen Lieben
sprich nur über die aktuelle Situation.
Lasse die Vergangenheit ruhen.

14. Teile dein Wissen mit anderen. Dies ist eine
gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen.

15. Gehe sorgsam mit der Erde um.

16.Begib dich einmal im Jahr an einen Ort,
an dem du noch nie gewesen bist.

17. Bedenke, dass die beste Beziehung die ist,
in der jeder Partner den anderen mehr liebt
als braucht.

18.Messe deinen Erfolg daran,
was du für ihn aufgeben musstest.

19. Widme dich der Liebe und dem Kochen
mit ganzem Herzen.

Dein Weg

 

Unter den ungezählten Wegen, die den Menschen auf Erden

offen stehen, ist einer allein Dein Weg. 

Und obwohl alle diese Wege vorgezeichnet sind,

darfst Du Dir den Deinigen in eigener Verantwortung  wählen.

 

Auch dort, wo er sich mit anderen kreuzt, bleibt Dir immer

die freie Entscheidung.

 

Klage nicht über die Steine, die Dein Weg aufweist.

Gerade diese bieten Dir festen Grund. 

Und wenn Dein Weg dornenreich wird,

so wird auch die Rose für Dich ihre Blüten entfalten.

 

Geh Deinen Weg nicht zu zaghaft voran,

aber hüte Dich auch vor allzu großen Sprüngen. 

Das Gleichmaß der Schritte wird Dir Sicherheit geben.

 

Die Sonne wird Dir den Weg erhellen und die Sterne werden Dich

ihn auch bei Dunkelheit niemals verlieren lassen.

 

Am Anfang wird Dir Dein Weg lang und beschwerlich erscheinen,

und es wird Dich Mühe kosten, die Blumen,

die an ihm für Dich zu blühen beginnen, auch wahrzunehmen.

 

Aber gegen Ende hin spürst Du, wie kurz er gewesen ist

und Du würdest ihn gerne noch einmal  von Neuem beginnen

um alles richtiger, alles besser zu machen.

Doch gerade dies wird Dir nicht vergönnt sein.

 

Deshalb nütze, so lange es Zeit ist, auch die kleinste Strecke

Deines Weges und genieße dabei jeden Augenblick, der sich bietet.

Denn Du darfst sicher sein: Das Ziel ist Dir vorgegeben,

aber der Weg, krumm oder gerade, ist Deine eigene Leistung.

Wie Du ihn meisterst, so wirst Du in seinem Verlauf

dem Glück oder dem Unglück begegnen.  

Von Fluch Rainer am 19.08.2008

 

Es war einmal ein Herz...

das schlug 100.000 Mal am Tag
- nicht mehr und nicht weniger.
Es schlug nun einmal soviel wie es nötig war.

Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen,
sondern besaß nur ein schwaches blass rosa.

Das schlimme war,
dass es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor.
Der Lebenskampf hatte es geschwächt
und obwohl es noch nicht sehr alt war,
hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen einen Verschlag um sich zu bauen.
So suchte es den härtesten Stein für die Wände,
dass massivste Holz für das Dach
und den stärksten Stahl für die Tür.

Nur so,
dachte das Herz,
konnte niemand mehr hinein zu ihm
und es verletzen
- niemand konnte es mehr zerreißen.
Endlich war es sicher.

Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag,
lugte hinaus durch die Fugen im Stein
und hörte über sich das knacken des Holzes.

Es ist ziemlich dunkel und kalt dachte sich das Herz.
Aber es schloss einfach die Augen und tat was es immer tat
- schlagen.

- 100.000 Mal am Tag.

Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit,
bis es ihm überdrüssig wurde.
So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.
Das Herz fragte sich,
was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.

Was das Herz vergessen hatte war,
dass es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand,
es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte,
dass aber auch niemand mehr hineinkommen würde,
der mit ihm lachen täte,
jemand der Purzelbäume mit ihm schlagen würde
und es wärmte.

Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken.
Es merkte einen fatalen Fehler begangen zu haben.

Mit aller Kraft versuchte es die Stahltür aufzudrücken,
doch sie war zu schwer,
als das sie sich bewegen ließ.

So begann es gegen die Steinwände zu hämmern,
doch außer, dass sich ein paar Brocken lösten,
passierte nichts.
Der Stein war zu gewaltig.

Als es sich am Dach zu schaffen machte,
zog es sich nur einen dicken Splitter zu.
Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbst gebauten Gefängnis
und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst.

Wie konnte es nur den Schlüssel
in all seiner Trauer vergessen?

Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid.
Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben,
sich vor Angst zusammenkrampfen,
vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.

Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt
und sah die anderen Herzen.
Einige waren blass, so wie es selbst.
Sie schlichen durchs Leben geduckt und allein.
Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot
- Hand in Hand über Stock und Stein,
unerschrocken und gestärkt vom anderen.

Doch was das Herz dann sah ließ es staunen
und es konnte seine Tränen nicht verbergen.
Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten.
Sie waren weiß und regten sich kaum noch.
Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag.
Niemand kümmerte sich um sie,
denn auch sie hatten einmal den Schlüssel
ihres Gefängnisses so gut versteckt,
dass niemand ihn fand.

Da fühlte das Herz zum 1. Mal,
dass es ihm noch gar nicht so schlecht ging.
Noch war es rosa und noch fühlte es etwas.
Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür.

So machte es sich auf die Suche
und probierte alle Schlüssel die es finden konnte.
Es probierte sogar Schlüssel,
von denen es von Anfang an wusste,
dass sie nicht passen würden.

Nach einiger Zeit merkte das Herz,
dass es wieder einen Fehler begangen hatte.

Es war zu unüberlegt,
zu krampfhaft an die Sache gegangen.
Es verstand, dass man das Glück nicht erzwingen kann.
Frei ist man nur, wenn man frei denken kann.

Das Herz entspannte sich erst einmal
und beschäftigte sich mit sich selbst.

Es schaute in den Spiegel
und begann sich so zu akzeptieren wie es war,
blassrosa und faltig.

Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen
und eine innere Gewissheit,
dass es auf seine Art und Weise wunderschön war.

So fing es an zu singen,
erst ganz leise und schnurrend
und nach und nach immer lauter und heller,
bis es ein klares zwitschern war,
wie das eines Vogels am Himmel.

Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben.
Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle,
wo ein goldenes Schimmern zu erkennen war.
Das Herz traute seinen Augen nicht.
Da war der Schlüssel,
den es damals mit in den Stein eingemauert hatte.
Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen
und jetzt wo es den Schlüssel in der Hand hielt,
fiel es ihm wieder ein,
wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschien,
ihn nie wieder zu brauchen.

Langsam und voller bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen,
steckte das Herz ihn ins Schloss.
Mit lautem gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite.

 

 

Das Herz machte einen Schritt nach draußen,
schloss die Augen und atmete tief die frische Luft ein.
Es streckte die Arme aus,
drehte und wendete sich,
blickte nach oben und nach unten
und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin.

Das Herz dachte,
wie schön das Leben doch sei,
machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg
um Freunde zu finden.

Den 1.,den es traf,
war ein lustiger Geselle,
der das Leben zum Schießen komisch fand
und über 1000 Freunde hatte.

Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte,
mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen angestellt hatte,
merkte das Herz,
dass diesem "Freund" einiges fehlte;
- der Tiefgang.

Was war das für ein Freund,
mit dem es nur lachen aber nie weinen konnte?
Mit dem es nur durch
"Dick" aber nie durch "Dünn" gehen würde.

So zog das Herz weiter,
allein, aber reich an einer neuen Erfahrung.
Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß.

Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen.
Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.
Da war nun eine große Gruppe,
wie eine „Familie“ die zusammenhielt,
wo alle gleich waren.

Jeden Morgen standen sie zusammen auf,
tranken den gleichen Tee,
aßen vom gleichen Brot
und gestalteten jeden Tag gleich.

Das Herz war glücklich
- eine Zeitlang,
bis es spürte,
dass auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte,
denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas
- die Individualität.

In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden,
der Eigenständig war
und sein Leben selbst planen wollte.

Also löste das sich das Herz auch aus dieser Verbindung
und genoss sein eigenes Leben.

Es ging über 112 Wege,
um 203 Kurven
und 24 Berge und Täler,
bis es an einem Haus ankam,
dass mit Stacheldraht umzogen war.

Aus dem Schornstein quoll Rauch,
das hieß,
dass tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde.
In einem Haus,
das nicht einmal Fenster hatte.

Bei dem Anblick fiel dem Herz ein,
wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte,
dass jemand ihm helfen würde
und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte.

Es wusste,
dass es ihm aus eigener Kraft gelungen war
und es war sehr stolz darauf.

Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen
aus seinem Verlies zu kommen?

So besorgte sich das Herz eine Drahtschere
und versuchte den Stacheldraht zu durchtrennen.
Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.
Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart,
für sich den stärksten Stacheldraht zu finden.

Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte,
sondern nur ahnen konnte was das für ein Herz war,
fühlte es eine starke Bindung zu ihm.

So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht,
um den anderen wenigstens nah zu sein.

So stand es vor seinem Haus,
vor der gleichen dicken Stahltür, wie einst seiner
und begann zu reden.

 

Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete.
Es erzählte von seinem Schicksal.
Erzählte ihm,
was ihm alles in seinem Leben widerfahren war
und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür.

Unermüdlich sprach das Herz weiter.
Über die lustigen Sachen,
die es mit seinem 1. „Freund“ erlebt hatte,
über die Wärme,
die es bei seiner „Familie“ erfahren hatte
und es vernahm ein leises glucksen von innen.
Erst leise,
bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte.

Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.
Es wollte hinaus zu ihm, und es sehen.
Es wollte mit ihm gehen und mehr mit ihm Lachen und Weinen.
Es wollte sich an seine Schulter lehnen,
sich an es drücken und es nie wieder verlassen.

Das Herz war glücklich endlich so jemanden gefunden zu haben,
aber was sollte es nur tun?
Wie auch bei ihm früher,
wusste das andere Herz nicht mehr,
wo es den Schlüssel versteckt hatte.

So faste das Herz den Entschluss loszugehen
um den Schlüssel zu suchen.
Nur wo sollte es anfangen?
Es lief ziellos umher,
suchte hinter Büschen,
auf Bäumen,
tauchte in Seen danach;
fragte alle die seinen Weg kreuzten,
aber niemand wusste Rat
und nirgends fand es den Schlüssel.

So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte.
Krabbelte durch das Loch unterm Zaun
um die schlechte Nachricht zu überbringen.
Doch zu seinem Erstaunen,
fand es die schwere Stahltür geöffnet.
Wie war das möglich gewesen?
- dachte das Herz.

Plötzlich hörte es eine freundliche
und liebevolle Stimme hinter sich.

 

Da sah es ein kleines blass rosa Herz stehen,
mit glühenden Wangen.
" Ich habe hier auf dich gewartet "
- sagte das kleine Herz.
“Ich habe erkannt,
dass man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann,
aus seinem Gefängnis zu entkommen.
Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen.
Durch deine Liebe zu mir
und meiner Liebe zu dir
habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden,
der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete“.

Sie nahmen sich an die Hand
und gingen von nun an alle Wege gemeinsam,
ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus
bis an ihr Lebensende.


Es war einmal... ein Junge, der wurde krank geboren. 

Seine Krankheit war unheilbar.
Er war 17 Jahre alt, und konnte jeden Augenblick sterben.
Er lebte immer noch bei seiner Mutter und unter ihrer Aufsicht.
Es war schwierig für ihn, und so beschloss er einmal raus zu gehen - nur ein einziges mal.
Er bat seine Mutter um Erlaubnis, und sie gab sie ihm.
Während er so durch sein Stadtviertel schlenderte, sah er etliche Boutiquen.
Als er vor ein Musikgeschäft kam und ins Schaufenster sah, bemerkte er ein sehr zartes Mädchen in seinem Alter.
Es war Liebe auf den ersten Blick.
Er öffnete die Tür, und trat ein, indem er nur sie beachtete.
Nach und nach näherte er sich der Theke, wo sich das Mädchen befand.
Sie sah ihn an, und fragte lächelnd :
Kann ich Dir helfen?
Er dachte, es sei das schönste Lächeln, was er in seinem ganzen Leben gesehen hatte,
und er hatte das Verlangen sie im selben Moment zu küssen.
Er sagte stotternd :
Ja, heummmm.... ich würde gern eine CD kaufen.
Ohne nachzudenken, nahm er die erste, die ihm in die Hände fiel, und bezahlte.
Möchtest Du, dass ich sie Dir einpacke?
fragte das Mädchen wieder lächelnd.
Er nickte, und sie ging in das Hinterzimmer der Boutique und kam mit dem eigepackten Paket zurück, und gab es ihm.
Er nahm es und ging aus dem Geschäft.
Er ging nach Hause, und seit diesem Tag ging er tagtäglich in dieses Geschäft um eine CD zu kaufen.
Sie packte sie alle immer ein, und er brachte sie nach Hause, um sie in seinem Schrank unterzubringen.
Er war zu schüchtern, um sie zum ausgehen einzuladen, und selbst wenn er es versuchen wollte, brachte er es nicht über sich.
Er schilderte dies seiner Mutter, und sie ermutigte ihn, doch etwas zu unternehmen, und so ging er den nächsten Tag mit Mut bewaffnet wieder in das Musikgeschäft.
Wie jeden Tag kaufte er eine CD, und sie ging wie jedes mal in die Hinterboutique um es ihm einzupacken.
Sie nahm also die CD; und während sie sie ihm einpackte, hinterlies er schnell seine Telefonnummer auf der Theke und verlies schnell das Geschäft.
Am nächsten Tag :
dring, dring
Seine Mutter nahm den Hörer ab :
Hallo?
Es war das Mädchen und wollte den Sohn sprechen.
Die Mutter, untröstlich, begann zu weinen und sagte:
Was, Du weisst es nicht?
Er ist gestern gestorben.
Es gab eine lange Pause, ausser dem Wehklagen der Mutter.
Später ging die Mutter in das Zimmer des Sohnes um sich seiner zu erinnern.
Sie beschloss seine Kleidung durchzusehen, und öffnete seinen Schrank.
Wie sehr war sie überrascht, als ihr eine riesige Menge von CDs entgegen kam.
Keine einzige war geöffnet.
Das alles machte sie sehr neugierig, und sie konnte nicht wiederstehen :
Sie nahm eine CD, setzte sich auf das Bett und öffnete sie.
Als sie das machte fiel ein kleiner Zettel aus dem Paket.
Die Mutter nahm es auf, und las :
Hallo!!!, Du bist super süss, möchtest Du mit mir ausgehen?
Hab Dich lieb.....Sofia.
Sehr gerührt nahm die Mutter eine andere CD; noch eine andere und so weiter.
In mehreren befanden sich kleine Zettel, und auf jedem stand das
Gleiche...
Moral:
So, ist das Leben - warte nicht zu lange um jemandem, der für Dich aussergewöhnlich ist, zu sagen was Du fühlst.
Sag es Heute.
Morgen kann es schon zu spät sein.



Ein Mädchen fragte einen Jungen "Magst du mich " - Er sagte nein. Sie fragte "Findest du mich hübsch " - Er sagte nein. Sie fragte "Bin ich in deinem Herz " - Er sagte nein. Als letztes fragte sie "Wenn ich weg gehen würde würdest du für mich weinen " - Er sagte wieder nein. Sie ging traurig davon. Er packte sie am Arm und sagte "Ich mag dich nicht, ich liebe dich. Ich finde dich nicht hübsch, ich finde dich wunderschön. Du bist nicht in meinem Herz, du bist mein Herz. Ich würde nicht für dich weinen, ich würde für dich sterben!"

Der Straßenkehrer

Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig.
Bei jedem Schritt ein Atemzug und bei jedem Atemzug ein Besenstrich.
Schritt - Atemzug - Besenstrich. Schritt - Atemzug - Besenstrich.
"Siehst Du, Momo", sagte er, "es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange
Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang,
die kann man niemals schaffen, denkt man."
Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort:
"Und dann fängt man an sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr.
Jedes mal, wenn man aufblickt, sieht man, daß es gar nicht weniger wird,
was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an,
man kriegt es mit der Angst zu tun, und zum Schluß ist man ganz aus der Puste
und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem.
So darf man es nicht machen!"

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter:
"Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du ?
Man muß nur an den nächsten Schritt denken, den nächsten Atemzug,
den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur den nächsten."
Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte:
"Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut.
Und so soll es sein."


Das Kreuz durchkreuzt

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen
was keiner sagt, das sagt heraus
was keiner denkt, das wagt zu denken
was keiner anfängt, das führt aus
Wenn keiner ja sagt, sollt ihr´s sagen
wenn keiner nein sagt, sagt doch nein
wenn alle zweifeln, wagt zu glauben
wenn alle mittun, steht allein
Wo alle loben, habt Bedenken
wo alle spotten, spottet nicht
wo alle geizen, wagt zu schenken
wo alles dunkel ist, macht Licht
Das Kreuz des Jesus Christus
durchkreuzt, was ist
und macht alles neu.
Pfarrer Michael Sobania, Waren / Müritz


GLÜCK

Glücklich zu sein bedeutet für mich, gerade in der heutigen Zeit,
Zufriedenheit zu erlangen. Sich da wohlzufühlen, wo man steht in seinem Leben,
mit dem zufrieden zu sein, was man bereits erreicht hat.
Allzuviele Menschen unter uns sind permanent unglücklich,
weil sie chronisch unzufrieden sind,
obwohl sie gesund sind und keine Armut ertragen müssen.
Aber der Nachbar könnte ein größeres Auto haben oder
eine weitere Flugreise im kommenden Urlaub machen.
Zu wenig Menschen machen sich Gedanken darüber,
wieviel sie eigentlich bereits erreicht haben
und was sie sich bereits leisten können
- nein, sie denken sich nur, was sie von dem "noch mehr" haben wollen.
Regina Hör


Arme Leute

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen,
wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht
auf einer Farm einer sehr armen Familie.

Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn:
"Wie war dieser Ausflug?" "Sehr interessant!" antwortete der Sohn.

"Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?"
"Oh ja, Vater, das habe ich gesehen."

"Was hast du also gelernt?" fragte der Vater.
Und der Sohn antwortete: "Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben
und die Leute auf der Farm haben vier.
Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht,
und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört.
Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne.
Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont."

Der Vater war sprachlos.

Und der Sohn fügte noch hinzu:
"Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."

(Quelle: Dr. Philip E. Humbert)


SPUREN IM SAND...

Eines Nachts hatte ein Mann einen Traum...
Er träumte, er würde mit Christus am Strand entlang spazieren.
Am Himmel über ihnen erschienen Szenen aus seinem Leben. In jeder Szene
bemerkte er zwei Paar Fußabdrücke im Sand,
eines gehörte ihm, das andere dem Herrn.

Als die letzte Szene vor ihm erschien, schaute er zurück
zu den Fußabdrücken und bemerkte, daß sehr oft auf dem Weg
nur ein Paar Fußabdrücke im Sand zu sehen war.
Er stellte ebenfalls fest, daß dies gerade während der Zeiten war,
in denen es ihm am schlechtesten ging.

Dies wunderte ihn natürlich, und er fragte den Herrn:
"Herr, du sagtest mir einst, daß ich mich entscheiden sollte,
dir nachzufolgen; du würdest jeden Weg mit mir gehen.
Aber ich stellte fest, daß während der beschwerlichsten Zeiten
meines Lebens nur ein Paar Fußabdrücke zu sehen ist.
Ich verstehe nicht, warum! Wenn ich dich am meisten brauchte,
hast du mich allein gelassen."

Der Herr antwortete: "Mein lieber, lieber Freund, ich mag dich so sehr,
daß ich dich niemals verlassen würde. Während der Zeiten,
wo es dir am schlechtesten ging, wo du auf Proben gestellt wurdest
und gelitten hast - dort, wo du nur ein Paar Fußabdrücke siehst -,
es waren jene Zeiten, wo ich dich getragen habe.


WUT

Was ist Wut ? Ist das was positives ?
Ist es nicht eher so, dass die Wut nur dem Wütenden schadet ?
Mit Wut erreiche ich doch keine Besserung dessen, weswegen ich wütend bin ?
Wut ändert nichts. Es sendet nur Negatives aus und wir ernten wieder Negatives.
Ich weiss kein Spezialrezept gegen Wut, aber wenn ich mir in so einem Moment überlege, warum ich wütend bin und was mir dieser Zustand bringt, verfliegt die Wut.
Regina Hör

 

Zuversicht

Manchmal fühle ich mich wie ein Baum,
von dem fast alle Blätter gefallen sind.
Aber jetzt macht es mir keine Angst mehr.
Weiß ich doch um meine Kraft
neue Blätter zu treiben

Freundschaft

Manche Leute
kommen in unsere Leben
und gehen schnell...

Manche Leute
werden Freunde
und bleiben ein bißchen...
wunderschöne
Fußabdrücke auf unseren
Herzen hinterlassend...

und wir sind
ziemlich ähnlich,
weil wir eine Freundschaft
geschlossen haben!!

Gestern ist Geschichte. Das Morgen ein Mysterium.
Das Heute ist ein Geschenk. Darum heißt es auch: präsent.
Ich denke, das ist etwas Besonderes... Lebe und genieße jeden Moment...
Dies ist keine Generalprobe!


Auslegungen

Geht er auf sie zu,
wirkt er aufdringlich;
hält er sich zurück,
muss er ein Angsthase sein.

Ist er lieb zu ihr,
ist das seine Masche;
wird er auf sie wütend,
zeigt er sein wahres Gesicht.

Möchte er sie in den Himmel heben,
ist er ein hoffnungsloser Träumer;
würde er sie am liebsten auf den Mond schiessen,
ist er gemeingefährlich.

Spricht er von seinen Gefühlen,trägt er sein Herz
immer gleich auf der Zunge;
verschließt er sich vor ihr,
entpuppt er sich als Eisberg.

Pokert er um ihre Zuneigung,
versucht er, sie zu bluffen;
legt er seine Karten auf den Tisch,
hat er garantiert ein As im Ärmel.

Was er ihr auch gibt,
es ist nicht genug;
gibt er endlich auf,
hat er es nie richtig versucht.


Du bist einsam...

Du bist einsam
Und meinst, daß niemand dich versteht
und es keinen Sinn hat zu sprechen,
weil dein Schicksal einmalig ist.
Das ist es auch.

Ein Leben wie deines hat keiner zu leben.
Niemand fühlt deine Schmerzen so wie du.
Und wenn du kämpfst,
dann so, wir nur du es tust.
Niemand wartet wie du.
Und keiner trägt so
die Sehnsucht in sich wie du.

Und doch bist du damit nicht allein,
weil deine Angst verwandt ist
mit der Angst vieler:
Und deine Sehnsucht mündet
in die Sehnsucht von Millionen.
Deine Schmerzen
sind ein Teil der Schmerzen,
die wie ein manchmal stiller
und manchmal lauter Schrei
die Welt umkreisen.
(Ulrich Schaffer)




 
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